Freies Gedankengut

Gedanken und Meinungen zu aktuellen Themen (in nicht immer ganz richtiger Rechtschreibung)

Amoklauf in Emsdetten

Es ist zur Zeit in aller Munde. Der Vorfall der sich am Montag in der Geschwister-Scholl-Realschule zugetragen sollte jedem ein Begriff sein. Der 18 Jahre alte, ehemalige Schüler Sebastian B. hatte schwer bewaffnet die Schule betreten und scheinbar wahllos auf Menschen geschossen. Dabei verletzte er 37 Personen zum Teil schwer, bevor er sich selbst durch einen Schuss aus einem Vorderlader tötete.
Nach dieser Tat bricht erneut eine Welle der Kritik gegen oft als „Killerspiele“ bezeichnete Videospiele. Stimmen nach einem pauschalen Verbot werden laut. Viele sehen diese Art von Freizeitbeschäftigung als Auslöser des Amoklaufs.

Meiner Meinung nach ist dies nur ein weiterer Beweis dafür, dass es in Deutschland (wie anderswo wohl auch) mittlerweile zur Gewohnheit geworden bei der Suche nach Ursachen diese gerne mit den Symptomen zu verwechseln. Es ist natürlich verständlich, dass Eltern es nicht begrüßen (und auch nicht begrüßen sollten) wenn ihre Kinder exzessiv brutale Spiele am heimischen Computer spielen. Nur: geht ein Verbot nicht zu weit?

Meiner Auffassung nach: Ja! Solche Spiele mögen vielen als Begründung für eine so schreckliche Tat wie in Emsdetten, oder früher in Erfurt, genügen. Ich finde das unzureichend. Schwerwiegende Probleme im sozialen Umfeld und eine psychische Störung stellen eine sehr viel größere Bedrohung dar. Nur sind diese Dinge schwerer zu bekämpfen als ein „Killerspieleverbot“ durchzusetzen.

Ich bedauere die Opfer des Amoklaufs in Emsdetten zutiefst und sie haben mein Mitleid. Nur sollten Lösungsansätze in solchen Fällen in Zukunft in der richtigen Richtung gesucht werden. Bei den wahren Ursachen und nicht bei Symptomen wie dem exzessiven Spielen von Ego-Shootern. Ich wünsche mir, dass sich die „Experten“ mit Themen dieser Art in Zukunft differenzierter auseinander setzen werden. Schließlich sollte auch im Sinne der Leidtragenden nach einer solchen Tat diese nicht zum Mittel von Meinungsmache oder publikumswirksamen Auftreten von Politikern verwendet werden.

euer max

Mehr zum Thema:

Meinung zur Diskussion über ein „Killerspielverbot“

Stellungnahme des deutschen eSport-Bunds

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